Wie fördere ich Kreativität bei Kindern und Jugendlichen außerhalb der Schule? Wo finde ich Aufgaben, die Spaß machen und gleichzeitig herausfordern? Gibt es so etwas wie Kunstunterricht für Zuhause, der sich nicht nach Unterricht anfühlt? Mit unserer neuen Serie zur Kreativitätsförderung von Kindern und Jugendlichen stellen wir Ihnen ab sofort regelmäßig Gestaltungsanregungen zur Verfügung, die Sie in kleinen und großen Projekten mit Ihren Kindern und Jugendlichen erarbeiten können.

Durch die jetzige Situation aufgrund Coronavirus stellen wir die Frage: Wie lernen Schülerinnen und Schüler, wenn sie nicht mehr in die Schule gehen können? Unsere Antwort ist ein Werkzeugkoffer mit Materialien für kreative Aufgaben, den wir allen Eltern und privat organisierten Gruppen in der schulfreien Zeit zur Verfügung stellen möchten. Wir nennen es „Das kreative Wohnzimmer“.

Die heutige Aufgabe ist in Zusammenarbeit mit Lisa Moll entstanden. Lisa Moll ist Mitglied der Bundesjury von „jugend creativ“, mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs, Künstlerin und Kunstpädagogin.

 

Folge 6 – Mini Traumbaukasten

Ein Bild von Lisa Molls Traumbaukasten

Vielleicht liegst auch du manchmal abends im Bett und kannst nicht einschlafen. Die schönen Träume wollen nicht kommen und stattdessen schleichen sich gruselige Gedanken und Albträume um die Ecke. Wie schön wäre es dann, wenn man etwas hätte, um seine Träume selbst zu bestimmen. Ist es möglich mit einem Traumbaukasten sich selbst Träume zu bauen oder sogar anderen zu verschenken?

Probiere es aus! Erstelle für dich, deine Freunde und deine Familie einen Mini-Traumbaukasten aus einer Streichholzschachtel. Dieser könnte spannendende und schöne Träume anlocken. Wie wäre es mit einem Safaritraum fürs Wochenende? Einem Picknicktraum für die ganze Familie oder einem magischen Abenteuertraum mit Schatzsuche für die beste Freundin?

 

DIE AUFGABE FÜR IHR KIND

Bild vom TraumbaukastenDazu brauchst du nur eine leere Streichholzschachtel, Papier, Schere, Stifte, alte Zeitschriften, kleine Fundstücke aus dem Haus und einen Klebestift. Zeichne alles, was du für deinen Traum brauchst in “mini” auf Papier und schneide die Einzelteile aus. Du kannst auch Ausschnitte aus alten Zeitschriften dafür verwenden. Vielleicht hast du auch kleine Kostbarkeiten im Zimmer, die in den Traumbaukasten passen (Muscheln, Steine, eine Feder, Lego…).

Du kannst auch Gedichte, Lieder, Schatzkarten oder kleine Rätsel bleilegen. Alles, von dem du denkst, dass es die gewünschten Träume anzieht, darf hinein. Man kann sich die Schachtel auch wie eine kleine Theaterbühne vorstellen. Dazu könnte ein Foto oder eine Zeichnung einer Landschaft in die Schachtel geklebt werden. Es ist möglich den Baukasten von außen bekleben, bemalen oder beschriften z.B. “Safari-Traum für Tom”.

Ein Bild vom TraumbaukastenWenn du fertig bist, versuche Folgendes: Bewahre den Traumbaukasten tagsüber neben deinem Bett auf. Abends vor dem Schlafengehen, öffnest du die Kiste und schaust dir alles genau an und holst die Bestandteile heraus. Lege sie zurück in die Kiste, dann zählst du rückwärts von 10 bis 0 und denke ganz fest an alle Teile in der Schachtel. Wenn du Glück hast, können die Träume deine Gedanken sehen und kommen zu dir.

Du kannst auch Traumbaukästen an Freunde oder deine Großeltern per Post schicken. Sie freuen sich bestimmt!

 

 

© Bild und Text, Lisa Moll 30.03.2020

Mehr über Lisa Moll erfährst du hier: www.lisa-moll.com

 

Wenn dir das heute Spaß gemacht, dann schau doch in ein paar Tagen wieder mit deinen Eltern auf www.jugendcreativ-blog.de vorbei. Hier werden wir jetzt regelmäßig spannende Vorschläge für deine nächsten kreativen Projekte zu Hause machen.

Um in Verbindung zu bleiben, könnten die Ergebnisse im Nachhinein z.B. unter dem Hashtag #jc_kreativzuhause auf Instagram oder Facebook geteilt werden. Auf unserer Social Wall unter www.jugendcreativ-blog.de werden diese Werke dann sichtbar.